1971 schlossen sich fünfzehn Segler am Oberrhein zusammen, weil ihre Liebe zur See größer war als die Entfernung dorthin. Daraus wurde die KHSO — ein Verein, der seitdem jedes Jahr Crews zusammenwürfelt, Karten ausbreitet und Yachten chartert: Kroatien, Griechenland, der Golf von Neapel, die Seychellen, die Karibik.
Die KHSO ist kein Reiseveranstalter. Sie ist ein Verein. Ein Ort, an dem Menschen, die nichts mit Salzwasser verbindet außer dem Wunsch nach Weite, sich Yachten teilen, Logbücher führen und Geschichten erzählen — vom Wolkenbruch auf Ischia, von der Inselgruppe Li Galli, aus Homers Odyssee, oder vom Hafenmeister von Amalfi, der unsere Yacht persönlich in den engen Hafen dirigiert.
Wer bei uns Mitglied wird, sucht selten den günstigsten Charter — sondern das, was eine Crew aus Fremden zu Freunden macht: ein geteiltes Frühstück mit Rührei, ein Anleger mit Sekt, einen Sonnenuntergang über Sorrent.
Karlsruhe, 1971. Fünfzehn enthusiastische Segler treffen sich, um etwas Unwahrscheinliches zu gründen: einen Verein für Küsten- und Hochseesegeln — am Oberrhein, einem Fluss. Die nächste Meeresküste liegt sechshundert Kilometer entfernt. Die Idee jedoch ist einfach: Was uns vom Wasser trennt, ist nicht die Entfernung. Es ist nur die Frage, wer mitkommt.
Die Unterschriften unter unserer heutigen Satzung — beschlossen am 14. April 1999, eingetragen im Vereinsregister Karlsruhe Nr. 904 — stehen für diese Idee: Günter Schmid und Uwe Gentner, zwei der Gründer, haben sie an diesem Tag besiegelt.
Heute zählen wir rund sechzig aktive Mitglieder. Wir sind Mitglied im Deutschen Segler-Verband, im Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg und im Badischen Sportbund Nord. Im Frühjahr planen wir, im Herbst erzählen wir nach.
„S’war wieder ein schöner Törn. Keine Unfälle, keine Schäden, keine Havarie. Was will man mehr?“
Jedes Jahr fahren wir mit komfortablen Katamaranen und klassischen Segelyachten in jene Gewässer, die schon Odysseus kannte — und solche, die er nie erreichte.
Wir essen gerade ein Eis aus der Hand, als plötzlich ein Wolkenbruch aus heiterem Himmel auf uns niederprasselt. Schnell retten wir uns in einen Eingang und warten bis sich das Unwetter verzogen hat. Helga und Werner waren schon im Voraus auf die Yacht gegangen und machen in Windeseile die Persenning an der Plicht zu und bringen die Polster in Sicherheit, wobei sie auch pitschnass werden. Danke!
Vierzehn Personen, zwei Yachten, eine Woche im Golf von Neapel — der Bericht von Skipper Dieter Kammerer aus dem September 2019 erzählt von Capri, das wir nicht mehr ankern konnten, von der „Pescaderia“ auf Ischia, vom Sonnenuntergang über Sorrent und vom Hafenmeister von Amalfi, der zu uns an Bord kam, weil die Einfahrt zu eng war für jemanden, der sie nicht jeden Tag befährt.
Den vollständigen Törnbericht lesenDie Kernarbeit unseres Vereins ist genau das: Menschen aus dem Oberrhein-Raum zu einer Yacht-Crew zusammenführen. Geben Sie uns Ihren Wunsch durch — wir vermitteln.
35,34 € im Jahr mit DSV-Beitrag und Regattaberechtigung, 25 € einmalige Aufnahmegebühr. Keine Arbeitsstunden. Keine Eintrittsbarrieren. Wer mitsegeln will, ist willkommen — der Verein lebt davon, dass Menschen wiederkommen.