KHSO - Segeltörn vom 22.09. – 29.09.2018

Auch in diesem Jahr ist unser Ziel für den Segeltörn der KHSO die kroatische Inselwelt mit ihren herrlichen Buchten und antiken Städten, wie Dubrovnik, Split, Trogir oder Korcula.
Ausgangshafen ist die ACI Marina Dubrovnik. Die Marina liegt am Ende des Fjordes Rijeka Dubrovacka bei dem Ort Komolac. Wir, das sind 16 Personen, Mitglieder und Freunde der KHSO und des RKCW. Leider fehlen aus Krankheitsgründen unsere Freunde Hildegard und Dieter Westermann.

Pünktlich werden wir vom Transferbus der Fa. Frank-Reisen an der Europahalle abgeholt. Trotz des dort wegen eines Festes vorhandenen Tohuwabohus klappt die Abfahrt pünktlich und wir gelangen, mit kleineren Staus, rechtzeitig nach Frankfurt. Trotz einer kleinen Verspätung kommen wir ziemlich pünktlich um 19:15 Uhr in Dubrovnik an. Slobodan Vulic steht mit 2 Fahrzeugen bereit und bringt uns zur Marina. Da es dort inzwischen total dunkel ist, gestaltet sich die Suche nach den Yachten etwas schwierig. Aber letztendlich finden wir Beide. Auch die bestellten Lebensmittel, von Slobodan Vulic besorgt, sind in den beiden Transferbussen. Jetzt muss alles an Bord gebracht werden, was mit einiger Mühe auch klappt. Fix und fertig gehen wir allesamt in das nahe gelegene Marina Restaurant und stärken uns. Anschließend fallen wir ziemlich müde und geschafft in die Kojen.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit kühlen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein. Skipper und Coskipper machen den Eincheck der Yachten, ein anderer Teil der Crew besorgt noch fehlende Lebensmittel im Supermarkt der Marina. Wir holen uns einen Wetterbericht, der für den Montagnachmittag Bora vorhersagt. An diesem Tag wollten wir eigentlich den 40 Meilen Törn zur Insel Lastovo machen, was unter dieser Vorhersage ein Risiko wäre. Wir entscheiden uns für die Bucht Okuklje am ersten und die relativ gut geschützte Bucht Polace am Montag, die wir rechtzeitig erreichen müssen.

 Guten Mutes und bei schönem Wetter, leider wenig Wind, segeln wir am Sonntagnachmittag in die Bucht Okuklje auf der Insel Mljet. Beide Crews wollen an Bord kochen, weshalb wir nicht an den Stegen der Restaurants anlegen. Stattdessen ankern wir in der Bucht. Doch der Ankergrund ist verkrautet, der Anker hält nicht. Freundlicherweise dürfen wir 2 Bojen eines Restaurants gegen einen geringen Obulus benutzen und liegen so sicher und gut für die Nacht. An Bord wird fleißig gebrutzelt, und bald hängt ein appetitlicher Duft in der Luft. Bei gutem Essen, Bier und Rotwein, klingt der Abend aus.

Nächster Morgen, Montag, der Tag der Bora. Diese ist für 12:00/ 13:00 h vorhergesagt. Also ist zeitiges Frühstück angesagt und um 8:30 h gehen wir Anker auf. Bei schwachem Wind aus Ost geht es teils unter Motor, teils unter Segel 16 sm in die Bucht Polace, die wir gegen 11:15 Uhr erreichen.
Die Bucht Polace ist Teil des Naturparks Mljet und liegt im Nordwesten der Insel Mljet. Deshalb wird auch grundsätzlich eine Gebühr für den Naturpark verlangt. Warum wir dieses Mal nicht zur Kasse gebeten werden, obwohl wir zwei Mal in der Naturschutzbucht waren, wissen wir nicht. Aber vielleicht haben wir es der Bora zu verdanken und schont auf jeden Fall unsere Bordkasse.
Wir bekommen einen guten und sicheren Liegeplatz an einem Restaurant. Mit jeweils 2 Mooringleinen und 2-3 Achterleinen vertäuen wir unsere Yachten sicher zur erwarteten Bora. Noch ist es warm, ruhig und schön. Wir springen ins angenehm 24 Grad temperierte Wasser und baden, schwimmen und schnorcheln im kristallklaren Wasser. Gegen 13 Uhr wird der Himmel schwarz und schwärzer. Aus dem Nichts kommt ein gewaltiger Sturm und rüttelt an den Wanten. Wir überprüfen ständig unsere Leinen, die aber alle absolut fest halten. Der Wind tobt und steigert sich zum Orkan. Zeitweise steht unser Windmesser bei 62 Knoten, das sind 11 Bft!! So geht es die ganze Nacht, die Boote tanzen, die Fender quietschen, die Leinen zerren und wir sind froh über den sicheren Liegeplatz.
Gegessen wird an Land im Restaurant, immer mit Blick auf die Boote, aber zufrieden mit der Situation.

 Am nächsten Morgen, Dienstag immer noch starker Wind, der erst gegen Mittag nachlässt. Um 11 Uhr lösen wir die Leinen und laufen aus. Sobald wir aus der geschützten Bucht im offenen Wasser sind empfängt uns ein kräftiger Nordwind. Zwischen 35 und 40 Knoten zeigt der Windmesser. Mit zweifach gerefftem Groß und kleiner Fock geht es Richtung Trstenik. Wir kommen zwar wegen der Kreuzerei unserem Ziel nur recht langsam näher, aber das Segeln macht uns allen mächtig Spaß. Fünf Stunden sind wir auf dem Wasser, es ist 16 Uhr, als wir Trstenik erreichen. Harald Siebler ist vor uns im Hafen, kommt kurz darauf wieder heraus mit der Meldung: „Alles belegt“. Was tun? Wir entscheiden schnell, in die sichere Bucht Polace zurück zu segeln. Der Rückweg dauert mit Raumschotwind gerade mal knapp zwei Stunden. Wir ankern sicher im hinteren, gut geschützten Teil der Bucht. Ein schöner Abend, gutes Essen an Bord und eine ruhige Nacht.
Am Mittwoch segeln wir nach Sipanska Luka auf der Insel Sipan. Heute bläst ein angenehmer, kräftiger nicht zu starker Wind. Anfangs noch mit 2 Reff im Groß, können wir später mehr und mehr ausreffen. Nach 4 Stunden herrlichen Segelns haben wir die Insel Sipan erreicht. Durch die Durchfahrt geht es in die eigentliche Bucht, und um 15 Uhr liegen wir am Steg mit Strom und Wasser.
Sipanska Luka hat das Flair eines Ferienortes. Palmen säumen den Strand, es gibt eine gepflegte Uferpromenade und schöne Restaurants am Hafen laden ein zu einem Kaffee oder Bier. Sipanska Luka ist eine Ortschaft mit reichem historischem Erbe, was man heute noch an den eindrucksvollen Palästen und Villen sehen kann. Am Ortseingang steht der Rektorenpalast „Knezev Dvor“. Auf dem Hügel steht die Pfarrkirche Sveti Stjepan im Stil der Spätgotik aus dem Jahre 1252.
Nach einem größeren Spaziergang speisen wir am Abend in einem der schönen Restaurants am Wasser. Ein reichhaltiger Vorspeisenteller, Fisch- oder Fleischplatten munden uns. Dazu je nach Gusto Bier, Rot- oder Weißwein. Wir haben es ja nicht weit zu unserer Yacht, also gönnen wir uns auch noch einen Slivovitz.

 Das Ziel für den nächsten Abend ist die Bucht Saplunara am Südwestzipfel der Insel Mljet. Die Bucht Saplunara ist eine schöne, sandige Lagune, die sich an der Südküste der Insel Mljet befindet.
Die Bucht ist etwa 1 km lang und wird in die kleine und große Saplunara geteilt. Das Meer kann während der Sommermonate, in flachen Gewässern, die Temperaturen von 28 ° C erreichen. Im Hintergrund des Strandes befindet sich ein schöner Kiefernwald, der Schutz vor der Sonne bietet.
Wir machen unsere Yacht an einer der Bojen in der Bucht fest. Leider müssen wir später doch ankern, da die Bojen für Restaurantbesucher reserviert sind, wir aber an Bord kochen wollen.
Wir machen mit dem Schlauchboot einen Ausflug an Land und wandern durch einen schönen Kiefernwald. Es ist wirklich hier Natur pur. Auch schöne, gepflegte Restaurants laden zum Essen ein.

 Nach einer ruhig verbrachten Nacht geht es am Freitag zum letzten Schlag zur Basis, ACI Marina Dubrovnik.
Anker auf um 10:30 Uhr. Wenig Wind, deshalb meist unter Maschine Richtung Dubrovnik, vorbei an der Insel Lopud. Wir gönnen uns noch eine Vorbeifahrt an der Altstadt von Dubrovnik mit dem alten Hafen. Dann kommt Wind auf, und wir können noch wunderschön an den Felsen vorbei bis in den Hafen Gruz segeln, wo wir den auf dem Törn verbrauchten Diesel nachtanken. Dann geht es noch 2 Seemeilen Fjordaufwärts und wir liegen wieder an unserem Steg in der Marina.
Da unser Flug am Samstag erst um 20 Uhr in Dubrovnik startet, haben wir noch einen ganzen Urlaubstag für Dubrovnik, den wir auch reiflich nutzen.
Die hübsche Hafenstadt Dubrovnik, früher Ragusa, zählt zu den Top Destinationen in Kroatien, wenn nicht sogar in ganz Europa. Wunderschöne Strände, eine malerische Altstadt und spannende Ausflugsziele sind nur einige der Gründe, die dieses Ziel so attraktiv machen.

 Obwohl die hübsche Hafenstadt gerade einmal etwas mehr als 42.000 Einwohner zählt, gibt es hier sowohl in historischer als auch in kultureller Hinsicht jede Menge zu sehen und zu erleben. Allem voran natürlich die Dubrovniker Altstadt, der historische Kern der Stadt, die bereits im Jahr 1979 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.
Besonders interessant anzusehen ist dieses mittelalterliche Areal wegen seiner imposanten Stadtmauern und den zahlreichen Baudenkmälern aus dem Mittelalter, der Barock- und Renaissance-Zeit. Noch heute sind die architektonischen Meisterwerke in einem hervorragenden Zustand. Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit ist hier die Kirche von St. Blasius, dem heiligen Schutzpatron der Stadt, auf dem Placa Luza, ein großartiges sakrales Bauwerk im Barockstil. Ebenfalls ein Muss ist die Kathedrale von Dubrovnik aus dem 18. Jahrhundert. Doch der bekannteste und auch beliebteste Teil der Stadt ist Stadrun, auch Placa genannt, die größte Hauptstraße der Altstadt von Dubrovnik, die den historischen Kern in den nördlichen und südlichen Teil aufteilt. Beeindruckende Sehenswürdigkeiten, wie etwa der Onofrio Brunnen, der städtische Glockenturm und der Sponza Palast schmücken den Stadrun, der übrigens auch ein sehr beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsorte für diverse Feste ist.
Wir fahren zunächst mit der CableCar auf den 400 m hohen Sergiusberg und genießen von oben einen wunderschönen Blick über die Altstadt, die Stadtmauer und die angrenzenden Buchten und Häfen. Natürlich ein Muss ist die Wanderung über die 2 km lange Stadtmauer und durch den historischen Teil der Stadt mit dem alten Hafen, der Flaniermeile Stradun, der Rolandsäule, der Rektorenpalast und der Glockenturm.

 Doch dann neigt sich auch dieser schöne Tag dem Ende zu. Slobodan Vulic holt uns ab und bringt uns zum Flughafen. Der Check in und die Handgepäckkontrolle gehen problemlos und schnell. Leider ist unser Flieger nicht so schnell, wir fliegen mit 40 Minuten Verspätung ab, bekommen aber zur Entschädigung kostenlos Getränke an Bord. In Frankfurt werden wir schon von unserem Transferbus erwartet. Dann geht es zügig nach Karlsruhe, das wir kurz nach Mitternacht erreichen.
Unisono: „ ‚S war een schöner Törn“.

Dieter Kammerer
Die Yachten:
Zwei LAGOON 400 S2, Länge 12 m, Breite 7,25 m, 4 Doppelkabinen, 4 Nasszellen

Das Revier:
Kroatien, Region Dubrovnik

Angelaufene Häfen und Buchten:
ACI Marina Dubrovnik, Bucht Okuklje auf der Insel Mljet, Polace auf Mljet, Trstenik auf der Insel Peljesac, Bucht Saplunara auf Mljet, Sipanska Luka auf der Insel Sipan, Bucht Uvala Sun auf der Insel Lopud.

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Die Skipper:
Harald Siebler
Dieter Kammerer

 

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